MyDrives MyHabits MyMatch
Alle Blogs

Blog

Entspanntes MyDrives-Treffen über Stress

27. März 2017

Datum: Donnerstag, 16. März 2017. Ort: die Hotel Management School in Maastricht. In dieser natürlichen und entspannten Umgebung sind rund dreißig MyDrives-Consultants aus dem ganzen Land bei einem MyDrives-Treffen anwesend. Das Thema ist Stress. Oder genauer: Wie reagieren Sie als Mensch, wenn Sie Stressverhalten zeigen? Mit dem Hinweis, dass Stress vor allem dann entsteht, wenn die eigenen Interessen berührt werden, und der Anmerkung, dass es ohnehin schwierig ist, in den Spiegel zu schauen und das eigene Verhalten zu beurteilen. Über eine persönliche MyDrives-Analyse wird unter anderem Ihr Verhalten unter Hochspannung deutlich. Und zwar anhand einer Übersicht, die zeigt, welche der sieben MyDrives-Antriebsfarben in diesem Fall an die Oberfläche kommen. Je besser Sie wissen, welche Farben in einer Stresssituation den Ton angeben, desto bewusster nehmen Sie Ihr Denken und Handeln wahr. Der positive Effekt davon: Durch dieses Wissen können Sie Ihre Reaktion besser anpassen und persönlich gewinnen, weil Sie es nicht auf einen Kampf-, Flucht- oder Erstarrungsreflex ankommen lassen, wenn in Ihrem unmittelbaren Umfeld akute Gefahr droht. Das Wissen um Ihr eigenes Verhalten unter Hochspannung befreit Sie auch von der Gefahr, in Ihre eigene Falle zu tappen. Ein Beispiel: Den gelben Antrieb erkennen Sie in stressfreien Zeiten an seiner Vorliebe für das Analysieren. Unter starkem Druck weicht dieses Analysieren einem Überanalysieren, mit dem Ergebnis, dass der gelbe Antrieb Dinge unnötig kompliziert macht. Sie gewinnen persönlich auch dann, wenn Sie die Stressfarben der Menschen um Sie herum erkennen. Dann überrascht Sie deren Stressreaktion nämlich nicht. Das gibt Ihnen die Möglichkeit, schnell und gut auf eine hektische Situation einzugehen.   

Konsistenzwert

Marc Stijfs, der gemeinsam mit Jos Crijns die Grundlage von MyDrives, MyHabits und MyMatch gelegt hat, eröffnet das Treffen und berichtet, dass sich die Zahl der eingesetzten MyDrives-Analysen im vergangenen halben Jahr verdoppelt hat. Zudem ist der Fragebogen zur MyDrives-Analyse jetzt auch auf Französisch, Schwedisch und Italienisch verfügbar. Es zeigt sich, dass sich die Teilnehmenden an der MyDrives-Analyse zum weitaus größten Teil sofort im Ergebnis wiedererkennen. Doch es kommt auch vor, dass Teilnehmende mit der Frage zurückbleiben: Was, das soll ich sein? Marc Stijfs weist darauf hin, dass sich manche Teilnehmende beim Ausfüllen des MyDrives-Fragebogens womöglich nicht wohl in ihrer Haut fühlen. Ebenso möglich: Jemand fühlt sich von der Führungskraft verpflichtet, den Fragebogen auszufüllen, und will sich nicht vollständig öffnen. Diese und andere Beispiele können dazu führen, dass der MyDrives-Fragebogen nicht konsistent ausgefüllt wird. Dadurch gerät das Profil aus dem Gleichgewicht und das Ergebnis ist nicht verlässlich. Der Konsistenzwert jeder einzelnen teilnehmenden Person ist heute im Analysebericht vermerkt. Marc Stijfs bittet die anwesenden MyDrives-Consultants, gemeinsam mit einer ’inkonsistenten’ Person nach dem zugrunde liegenden Grund für ihr inkonsistentes Analyseergebnis zu suchen. Zum Abschluss seiner Einleitung bringt Marc Stijfs das im vergangenen Jahr entwickelte MyMatch zur Sprache. MyMatch verwendet zwanzig Verhaltenstypen, die auf der MyDrives-Farbtheorie beruhen. Welche Person wollen Sie als Arbeitgeber und umgekehrt? Die Antwort auf diese Frage steht, auch im zugehörigen MyMatch-Heft, im Mittelpunkt, um die perfekte Passung objektiv zu erfassen und anschließend in die Praxis umzusetzen.

Herzkohärenz

Frits Vissers von EagleView ist der erste Gastredner. Als unter anderem Stresscoach richtet er sich auf Basis seines persönlichen Lebensmottos ’Tu, was du liebst, oder liebe, was du tust’ besonders an Unternehmerinnen und Führungskräfte. Herzkohärenz, und der Einfluss von Stress darauf, ist das Thema, das er für das Treffen in der Hotel Management School ausgewählt hat. Er gibt vor Ort eine Vorführung, indem er eine der anwesenden Personen über einen Sensor am Finger an ein HeartMath-Gerät anschließt, das auf einem Bildschirm zeigt, wie die Herzkohärenz auf Einflüsse von außen reagiert. Als Frits Vissers seine Aufmerksamkeit vor allen Anwesenden voll auf die Testperson richtet, sieht man infolge beginnenden Stresses scharfe Spitzen und Täler in der Darstellung ihrer Herzkohärenz entstehen. Das ist genau das Gegenteil dessen, was Frits Vissers vorschwebt: Er will, dass die Menschen, für die er sich einsetzt, aus einem Flow heraus leben und arbeiten, aus einer Verfassung, die für ein anhaltendes körperliches und seelisches Gleichgewicht sorgt. Wie Sie damit beginnen können, zeigt er, indem er die Testperson zu einer Heart-focused-breathing-Übung einlädt. Dazu bittet er sie, ihre Aufmerksamkeit auf den Bereich um ihr Herz zu lenken. Anschließend soll sie sich vorstellen, dass ihr Atem frei durch ihren Herz- und Brustbereich strömt, während sie zugleich langsamer und tiefer atmet als gewöhnlich. Die Wirkung der Übung überträgt sich sofort auf die Bewegungen auf dem Bildschirm. Die scharfen Spitzen und Täler in ihrem Herzkohärenzmuster weichen sanften Bögen, die einander in großzügigen Abständen folgen. Frits Vissers betont, dass das Betreten dieser Flowzone mehrere Vorteile hat. So vermeiden Sie, anders als es eine Stresssituation mit Ihnen macht, einen plötzlichen Adrenalinanstieg, der Sie viel Energie kostet. Die Bildung zerstörerischer und die Widerstandskraft schwächender Hormone wie Cortisol wird verhindert. Auch wird der Verbreitung chaotischer Signale vom Herzen zum Kopf ein Ende gesetzt. Die positiven Folgen davon wiederum: Sie denken klarer und kreativer, können Entscheidungen effizienter treffen und Ihre Kommunikation verbessert sich. Eine höhere Reaktionsgeschwindigkeit und eine bessere Körperkoordination sind ebenfalls Vorteile, die mit der HeartMath-Methode verbunden sind. Zusammengefasst: Sie werden als Mensch vitaler, gesünder und gewinnen mehr Energie. Nach der Vorführung zeigt Frits Vissers zweimal einen kurzen Film, in dem ein Taxi durch eine Weltstadt fährt. Beim ersten Mal wird dieser Film von ruhiger Stimmungsmusik begleitet, beim zweiten Mal von einer Kakofonie lauter Geräusche. Die übertragene Lehre, die nach der Vorführung deutlich wird: Achten Sie als Mensch gut darauf, welche Musik in Ihrem Kopf läuft.

Ausgewogene Spielerauswahl

Man sieht es etwas seltener als früher, doch es kommt vor. Ein guter Nährboden für Stress ist das Eishockeyfeld, auf dem Spieler ihre Frustrationen aneinander auslassen. Theo van Gerwen, technischer Direktor des niederländischen Eishockeyverbands, weiß darüber alles. Als zweiter Gastredner sagt er, dass Schlägereien auf dem Eis keine Werbung für den Sport sind. Lieber spricht er über den MyDrives-Workshop und die damit verbundene Farbtheorie beim Eishockeyverein Tilburg Trappers vor knapp einem Jahr. Daraus ging unter anderem hervor, dass das Team verhältnismäßig viel Violett im Profil zeigt. Wobei Violett die Farbe ist, die für Vereinsgefühl, Verbundenheit, Ehrgefühl und Loyalität steht. Dieses ’violette’ Ergebnis findet Theo van Gerwen nicht sonderlich bemerkenswert, wohl wissend, dass viele Spieler aus der eigenen Nachwuchsabteilung stammen und deshalb viel Zeit hatten, ein starkes Gefühl für den Verein zu entwickeln. Seine Aufmerksamkeit gilt eher den Farben Gelb und Blau. (Wobei Gelb unter anderem für Kreativität und den Willen zur Analyse steht. Blau steht unter anderem für strenge Struktur und Aufmerksamkeit für Details.)

Theo van Gerwen erklärt, dass verteidigende Spieler über die Farbe Blau verfügen müssen, weil einer Verteidigung eine feste Struktur nun einmal zugutekommt. Angreifende Spieler dagegen müssen den Unterschied bei den Toren machen, und dabei ist ein hohes Maß an Kreativität wichtig, um die gegnerische Verteidigung auseinanderzuspielen. Blau wird auch in einer Unterzahlsituation verlangt (wenn Sie den Puck nicht haben). Gelb ist in einer Überzahl- oder Powerplaysituation gefragt (wenn Sie viel Puckbesitz haben). Aus diesen und weiteren Gründen ist MyMatch ein ausgezeichnetes Instrument, um Jahr für Jahr zu einer ausgewogenen Spielerauswahl zu kommen. Auch das von MyDrives entwickelte Stressmuster kann laut Theo van Gerwen einen wichtigen Beitrag leisten. ’Wenn Sie wissen, wie Eishockeyspieler unter Stress funktionieren, können Sie sportlich enorme Sprünge machen.’

Lieber selbst erleben, was Antriebe bewirken?

Machen Sie den kostenlosen Miniscan und entdecken Sie in wenigen Minuten, was Sie antreibt.

Gratis Managementbuch