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Praxisbeispiel: MyDrives auf dem (Eishockey-)Feld

12. September 2016

Am letzten Augusttag 2016 ist das MyDrives-Team in Tilburg, um einen interaktiven MyDrives-Workshop für die Destil Trappers durchzuführen. Für alle, die diesen Eishockeyverein noch nicht kennen: Weil sie für die niederländische Liga zu gut sind, spielen die Destil Trappers seit der Saison 2015-2016 in der deutschen Oberliga Nord. Sie werden sofort Meister. Wie können sie ihrem Erfolg noch mehr Farbe verleihen? Das geschieht nicht einfach so, denn die deutsche Konkurrenz schläft natürlich auch nicht.

Let's stick together

Das Ziel des MyDrives-Workshops in Tilburg: Wie können die Destil Trappers noch mehr Verständnis füreinander entwickeln? Wie entsteht eine noch bessere Stimmung? Und wie können sie dadurch künftig noch bessere Leistungen erbringen? Auch Theo van Gerwen, technischer Direktor des niederländischen Eishockeyverbands, ist beim Workshop anwesend. Er hat MyDrives sofort für sich angenommen. Seine Erklärung: Mit den besten Spielern allein wird man nicht Meister. Schauen Sie sich nur den Fußballverein Leicester City an. Dieses Team wurde in der vergangenen Saison Meister der Premier League, während ein Verein wie Manchester City doch wirklich mehr individuelle Qualität besitzt. Zurück zu den Destil Trappers, und Theo ist sich sicher: Die Trappers sind vor allem aufgrund von Zusammenhalt Meister geworden, aufgrund ihres Willens, gemeinsam zu gewinnen. Übersetzt in die Eishockeywelt: let's stick together. Der Mehrwert von MyDrives, um dieses Ziel zu erreichen, ist seiner Ansicht nach unverkennbar groß. Denn MyDrives schafft zusätzliches Vertrauen in die Teamkolleginnen und -kollegen als Menschen und zusätzliches Vertrauen in ihr Wissen und Können. Wie wichtig das ist? Ein Mangel an Vertrauen oder, schlimmer noch, dessen völliges Fehlen ist ein regelrechter Killer für Spitzenleistungen.

MyDrives

MyDrives analysiert anhand eines Eisbergmodells die verborgenen menschlichen Antriebe unter der Wasseroberfläche. In diesem Fall die Antriebe der Eishockeyspieler, aber auch des Trainers, des Masseurs und des Materialwarts. Denn sie alle sind untrennbar Teil des Teams. Diese Antriebe münden in die Frage: Was willst du? Über der Wasseroberfläche werden die festen Gewohnheiten der einzelnen Destil Trappers sichtbar. Die zentrale Frage lautet hier: Was tust du? Um zu einer ausgewogenen Analyse zu kommen, haben die Destil Trappers in den Wochen vor dem Workshop den MyDrives-Fragebogen online ausgefüllt. Die Antworten wurden inzwischen ausgewertet, sodass alle Teilnehmenden nach dem Workshop einen maßgeschneiderten Bericht erhalten. Darin ist in einer Grafik festgehalten, welche Farbe oder Farben für die jeweilige Persönlichkeit bestimmend sind, und zwar auf Basis der sieben Farben, die MyDrives verwendet. Gibt zum Beispiel Rot den Ausschlag? Dann sind Sie ein tatkräftiger Mensch, der sich von niemandem und nichts so schnell aufhalten lässt. Überwiegt Grün? Dann sind Sie ein einfühlsamer und harmonischer Mensch, ein echter Menschenfreund. Blau steht wiederum für Struktur, feste Regeln und Disziplin. Der Bericht enthält auch eine persönliche Energiebilanz (welche Farben geben Ihnen Energie und welche entziehen Ihnen Energie?). Zudem wurde eine ausführliche inhaltliche Erläuterung der sieben Farben ergänzt sowie eine Übersicht, die zeigt, wie anders gefärbte Menschen über Sie denken und umgekehrt.

Spieltechnische Verbesserungen

Aus der MyDrives-Analyse der Destil Trappers geht unter anderem hervor, dass sie als Team neben dem leistungsorientierten Orange verhältnismäßig viel Violett im Profil haben. Dabei steht die Farbe Violett für das Vereinsgefühl, für Verbundenheit, Ehrgefühl und Loyalität. MyDrives sorgt nicht nur dafür, dass dieses Violett erhalten bleibt, sondern dass es noch violetter werden kann. Wie das funktioniert? Theo van Gerwen erklärt, dass die Spieler zunächst ihre persönlichen Farbprofile vergleichen werden, damit sie noch mehr über die Persönlichkeit der anderen erfahren. Zudem wird er in Absprache mit Bo Subr, dem Trainer der Destil Trappers, prüfen, wie sich die Ergebnisse der MyDrives-Analyse auf spieltechnischer Ebene umsetzen lassen. Ein Beispiel: Die richtige Kombination der verschiedenen Farbprofile einer Spielerreihe kann dafür sorgen, dass eine Überzahl- oder Powerplaysituation noch besser ausgespielt wird. Marc Stijfs und Jos Crijns, die Begründer von MyDrives, MyHabits und MyMatch, weisen darauf hin, dass MyHabits ein Folgeschritt zu MyDrives sein kann. Dabei sorgt MyHabits über eine Reihe praktischer Aufgaben dafür, dass feste Denkmuster und Handlungen durchbrochen werden. MyMatch wiederum kann von Nutzen sein, wenn die Destil Trappers einen neuen Spieler suchen. Dazu bietet MyMatch zwanzig konkrete Verhaltenstypen, um die perfekte Passung herzustellen. Oder anders gesagt: MyMatch zeigt, dass eine glückliche Passung nichts mit Glück zu tun hat.

Wollen ist wichtiger als Können

Im Anschluss an den Vergleich zwischen Leicester City und Manchester City weist Marc Stijfs auf die Bedeutung von Antrieben hin. Wenn Sie überdurchschnittliche Ergebnisse erzielen wollen, sind sie sogar bedeutsamer als Ihre Kompetenzen. Wollen ist also wichtiger als Können, denn ein starker Wille, etwas zu erreichen, kann eine schwächere Kompetenz teilweise ausgleichen. Umgekehrt kann eine starke Kompetenz fehlende Motivation niemals ausgleichen. Nehmen Sie das Beispiel des Kanadiers Wayne Gretzky, des besten Eishockeyspielers aller Zeiten. Neben seinem außergewöhnlichen Talent war sein Wille, etwas zu erreichen, enorm. Das sehen Sie in einem Film, den sein Vater im November 1963 drehte. Wayne ist damals zwei Jahre alt und rutscht und purzelt auf seinen ersten Schlittschuhen in alle Richtungen über den zugefrorenen Nith River in Brantford, Ontario. Seinen Schläger nutzt er zu diesem Zeitpunkt vor allem, um nicht zu fallen. Und doch fällt er. Immer wieder. Doch nach tausend blauen Flecken fällt er nicht mehr, und in den folgenden Jahren wächst Wayne Gretzky zum absoluten Star der National Hockey League heran. Seinen Schläger nutzt er dann als Dirigentenstab und als tödliche Torwaffe.

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