Warum tun Menschen, was sie tun? Wie kann es sein, dass eine Mitarbeiterin mit weniger Erfahrung erfolgreicher ist als eine Kollegin mit mehr Erfahrung in derselben Funktion? Und Letztere hat vielleicht sogar die bessere Ausbildung und bekommt ein höheres Gehalt. Warum geht die eine Person pfeifend zur Arbeit, während die andere das als bleischwere Aufgabe erlebt? Wie kann es sein, dass die eine ständig Stress hat und die andere selten? Um Antworten auf all diese Fragen zu erhalten, ist es zunächst wichtig, die Frage zu klären: Warum tun Menschen überhaupt etwas? Es gibt grob drei Möglichkeiten.
1. Weil andere es tun
Im Volksmund nennen wir das auch Herdenverhalten, wenngleich diese Bezeichnung einen negativen Beiklang hat. Jeder Mensch zeigt dieses Verhalten in mehr oder weniger starkem Maß. Mal bewusst, mal weniger bewusst. Vielleicht wollen Sie nicht als Spielverderber gelten und bestellen ebenfalls einen Nachtisch, wenn die anderen am Tisch einen bestellen. Und wenn alle in einem Saal zu klatschen beginnen, klatschen Sie oft unbewusst mit. Wie viele Menschen haben übrigens mit dem Rauchen oder Trinken angefangen, weil die Gruppe es tat? Viele passen sich dem Verhalten innerhalb einer Gruppe an, weil diese Sicherheit und Geborgenheit bietet.
2. Weil man muss
Für alle gilt, gerade in beruflichen Situationen, dass wir manchmal einfach etwas tun müssen. Weil die Führungskraft einen Auftrag erteilt, zum Beispiel. Dann kann es sein, dass Sie Mühe mit der Art haben, wie sie Sie um etwas bittet. Vielleicht liegen Ihre Prioritäten gerade anders oder Sie sehen den Sinn des Auftrags nicht. Ebenso kommt es vor, dass Sie etwas tun müssen, das Ihnen ohnehin nicht liegt. Doch wenn Sie die Folgen abwägen, ist es hin und wieder durchaus klug, Ihre Bedenken beiseitezuschieben und den Auftrag dennoch auszuführen.
3. Und das Wichtigste: weil Sie es selbst wollen
Wenn Sie eine Tätigkeit ausüben, die gut zu Ihren Antrieben passt, also zu etwas, das Sie innerlich wirklich wollen, Ihrer inneren Motivation, dann kostet Sie diese Tätigkeit so gut wie keine Energie. Mehr noch: Sie gibt Ihnen Energie. Sie spüren die positive Energie durch Ihren Körper strömen und sind glücklich. Denn Sie haben einen Zustand erreicht, in dem die Zeit verfliegt und in dem es Ihnen gelingt, überdurchschnittliche Leistungen zu erbringen. Der ungarische Professor Mihaly Csikszentmihalyi beschreibt dieses Phänomen mit dem Begriff ’Flow’. Er hat untersucht und nachgewiesen, dass Leistung, Freude und Glücksgefühle bei Menschen zunehmen, die im Flow Tätigkeiten ausüben, zu denen sie sich wirklich innerlich hingezogen fühlen. Die zentrale Frage lautet dabei: Was will ich als Mensch?
MyDrives-Analyse
MyDrives analysiert die verborgenen Antriebe von Menschen. Das geschieht anhand eines Fragebogens, den jede Person selbst ausfüllt. Das Beantworten der Fragen dauert etwa eine halbe Stunde. Die Antworten werden anschließend ausgewertet, woraufhin die Teilnehmenden einen maßgeschneiderten Bericht erhalten. So erhalten Sie als Einzelperson, aber auch als Führungskraft, ein glasklares Bild davon, wie Sie das Beste aus sich herausholen oder Ihre Kolleginnen und Kollegen in ihre Stärke bringen können.
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