Aufbau einer starken Feedback- und Teamkultur
De Krullevaar ist eine öffentliche Jenaplan-Grundschule im nordlimburgischen Sevenum, in der „Freiheit“, „Begegnung“ und „Gleichwertigkeit“ im Mittelpunkt stehen. Schulleiterin Sandra Bertrand betreut gemeinsam mit 18 Lehrkräften 230 Schülerinnen und Schüler – und setzte MyDrives und MyHabits ein, um der Feedback- und Teamkultur einen zusätzlichen Schub zu geben.
Mehr noch als bei anderen Schulformen werden die Eltern an einer Jenaplan-Schule stark in die Entwicklung ihrer Kinder einbezogen. Innerhalb dieser Schulform wollte Sandra Bertrand die Zusammenarbeit ihres Lehrerteams vertiefen.
Funktionsweise von MyDrives
Sandra: „Aus persönlichem Interesse war ich bereits zuvor mit MyDrives in Berührung gekommen. Als ich vor 4,5 Jahren während der Corona-Zeit Schulleiterin der Krullevaar wurde, fragte ich sofort beim Schulträger an, ob ich MyDrives für das Lehrerteam einsetzen dürfe. Das war erlaubt. Unter anderem Max Stultiens – Managing Partner der Gesamtmethodik MyDrives MyHabits MyMatch – hat uns anschließend in die Funktionsweise von MyDrives eingeführt, einschließlich einer Erläuterung der Siebenfarbentheorie, auf der MyDrives beruht. Wir haben damals auch individuelle MyDrives-Analysen durchgeführt, die danach in einem Teamprofil zusammengeführt wurden.“
Viele „grüne“ Lehrkräfte
Max: „Mit Sandra als echter MyDrives-Botschafterin an der Spitze haben wir vor Kurzem einen langen Prozess abgeschlossen, um der Feedback- und Teamkultur in der Krullevaar einen zusätzlichen Schub zu geben.“ Sandra: „Viele unserer Lehrkräfte haben einen überwiegend grünen, also sozialen und harmonischen Antrieb. Wie man es im Bildungsbereich erwarten darf. Ihr konfliktscheues Wesen machte es ihnen manchmal schwer, einander etwas schärferes Feedback zu geben. Vor allem mit Blick auf die Falle „grüner“ Menschen: Sie neigen dazu zu tratschen oder zu klagen, wenn die Kommunikation nicht ganz nach Wunsch verläuft. Nachdem wir diese Falle für alle sichtbar gemacht hatten, konnten wir Schritte unternehmen, um nicht mehr hineinzutappen.“
MyHabits
Max: „Alle Lehrkräfte haben anschließend am MyHabits-Coachingprozess teilgenommen. MyHabits ist gezielt dafür gedacht, gewohnheitsmäßiges Verhalten zu durchbrechen. Um dieses Ziel zu erreichen, fanden Einzelgespräche mit den Lehrkräften statt. Außerdem erhielten sie SMS mit verschiedenen Aufgaben, um die von ihnen selbst angestrebte Verhaltensentwicklung zu unterstützen. Für jemanden mit einem vorwiegend grünen Antrieb lautet eine Aufgabe zum Beispiel: Sagen Sie heute einmal ‚Nein‘ zu einer Kollegin oder einem Kollegen, die oder der Sie um etwas bittet – ohne sich zu rechtfertigen.“ Sandra: „Ab und zu muss ich als Schulleiterin auch tatkräftiges ‚rotes‘ Verhalten zeigen. Das kostet mich einiges an Energie, weil Rot keine vorherrschende Farbe in meinem persönlichen Farbprofil ist. Die kleinen, konkreten Aufgaben halfen mir, mir neues Verhalten anzueignen.“
Sagen Sie heute einmal ‚Nein‘ zu einer Kollegin oder einem Kollegen, die oder der Sie um etwas bittet – ohne sich zu rechtfertigen.
Bessere Kommunikation, Zusammenarbeit und Leistung
Sandra: „Wenn man einmal weiß, durch welche gefärbte Brille jemand anderes blickt, kann man das im positiven Sinne nutzen. Nehmen Sie eine Planung für das neue Schuljahr. Blau – die Farbe sehr strukturierter Menschen – ist für mich ebenfalls ein Energieleck, sagen wir mal. Deshalb überlasse ich das Erstellen dieser Planung gern einer ‚blauen‘ Kollegin oder einem ‚blauen‘ Kollegen, die oder der von Natur aus mehr Geschick dafür hat. Alles in allem hat die Kommunikation in unserem Team durch die Teilnahme an MyDrives und MyHabits mehr Tiefe gewonnen. Dadurch arbeiten wir besser zusammen und erbringen bessere Leistungen. Ich empfehle die Gesamtmethodik übrigens auch anderen Schulen. Diese sind davon begeistert und greifen das sofort auf. Das ist ein eindeutiger Beweis dafür, dass die Methodik funktioniert.“
KI-Anwendungen und systemisches Coaching
Sandra: „Max und seine Kolleginnen und Kollegen sind nun dabei, KI-Anwendungen zur Gesamtmethodik hinzuzufügen. Das ist enorm spannend, und darin möchte ich mich in der kommenden Zeit weiter vertiefen. Außerdem möchte ich herausfinden, ob systemisches Coaching für die Krullevaar von zusätzlichem Wert sein kann.“ Max: „Systemisches Coaching liegt in der Verlängerung des MyDrives-Ansatzes, sich selbst besser kennenzulernen und den anderen besser zu verstehen. Aus diesem Kontext heraus nimmt man beim systemischen Coaching nicht einzelne Personen, sondern die wechselseitigen Beziehungen zwischen Personen und einer Gruppe genauer unter die Lupe. Und zwar, um zu ergründen, welche Art von Dynamik in dieser Gruppe herrscht. So kann man als Organisation auch dadurch wieder stärker werden.“
High-Performance-Organisation
Sandra: „Daran anknüpfend wissen Max und seine Kolleginnen und Kollegen auch wirklich, was nötig ist, um eine High-Performance-Organisation aufzubauen. Genau dahin wollen wir bei der Krullevaar in Zukunft immer stärker wachsen. Wir setzen die Zusammenarbeit fort. Ganz bestimmt.“
Alles in allem hat die Kommunikation in unserem Team durch die Teilnahme an MyDrives und MyHabits mehr Tiefe gewonnen. Dadurch arbeiten wir besser zusammen und erbringen bessere Leistungen.
Ein Team aus überwiegend „grünen“ Lehrkräften durchbrach den konfliktscheuen Reflex, lernte, einander schärferes Feedback zu geben, und gewann mehr Tiefe in Kommunikation, Zusammenarbeit und Leistung – ein eindeutiger Beweis dafür, dass die Methodik funktioniert.
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