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So wählen Sie die besten Bewerber aus

7. Februar 2019

Wie kann es sein, dass jemand, der eine Funktion vollständig beherrscht, dennoch nicht glücklich ist? Wie erklärt man, dass jemand, der mit Auszeichnung abschließt, im Beruf keinen Erfolg hat? Und wie kann es sein, dass jemand mit wenig Erfahrung manchmal bessere Leistungen erbringt als eine Kollegin mit viel Erfahrung?

Fähigkeiten: Was kann ich?

Zuallererst: Wer gute Leistungen bringen will, muss gut in dem sein, was er tut, und über das richtige Maß an Fähigkeiten verfügen. Bei Fähigkeiten geht es vielfach um das Niveau, auf dem eine Bewerberin denkt und kommuniziert. So tut die eine das auf akademischem Niveau, die andere auf dem Niveau einer Berufsausbildung. 

Antriebe: Was will ich?

Mindestens ebenso wichtig ist die Frage, ob die bewerbende Person über die richtigen Antriebe verfügt. Passen die Antriebe und damit die Motivation zum gewünschten Antriebsprofil einer Funktion, zeigt diese Person von Natur aus das Verhalten, das zur Funktion passt. Mismatches entstehen vor allem dadurch, dass Antriebe nicht zur Funktion passen. Dann fehlt die innere Motivation für diese Funktion, und es kostet viel Mühe, das gewünschte Verhalten zu zeigen.

Erläuterung zum obigen Quadranten

Mismatch: Wenn Fähigkeiten und Antriebe der bewerbenden Person unzureichend zu den Anforderungen der Funktion passen, liegt ein Mismatch vor. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie in dieser Funktion erfolgreich ist, ist minimal.

Competent: Die Person bringt genügend Fähigkeiten für die Funktion mit, ihre Antriebe liegen jedoch weniger auf einer Linie mit dem idealen Profil. Besprechen Sie anhand der MyDrives-Analyse, ob diese Funktion wirklich das ist, was sie anstrebt. Tipp: Coaching zum Verhalten kann helfen, zu einer perfekten Passung zu kommen.

Motivated: Die Antriebe passen gut zur Funktion. Die Fähigkeiten liegen unter oder über dem geforderten Niveau. Gehen Sie näher auf die Fähigkeiten ein und prüfen Sie, ob sich die Person in bestimmten Aufgaben (noch) besser qualifizieren kann. Tipp: Vielleicht lässt sich die Funktion etwas anpassen.

Perfect match: Fähigkeiten und Antriebe liegen vollständig auf einer Linie mit den Anforderungen der Funktion. Das ist keine absolute Garantie, aber eine wichtige Voraussetzung für Erfolg. Tipp: Geben Sie der Person Autonomie, damit sie das Maximum aus sich und der Funktion herausholen kann.

Wer gut sucht, der findet

In diesem angespannten Arbeitsmarkt höre ich von vielen Arbeitgebern, dass sie schon froh sind, wenn sie eine gute Bewerberin an den Tisch bekommen. Wer gut sucht, findet sie auch. Denn letztlich streben wir alle die perfekte Passung an.

Strukturiertes Bewerbungsgespräch

Schauen Sie daher unbedingt auch auf die Quadranten Motivated und Competent und ergründen Sie in einem strukturierten Bewerbungsgespräch, inwieweit Sie gemeinsam zu einer perfekten Passung kommen können. 

Vermeiden Sie einen Mismatch

Umgekehrt läuft es darauf hinaus: Vermeiden Sie jederzeit einen Mismatch. Das ist eine ausgesprochen teure Angelegenheit, mit der zudem weder Arbeitgeber noch Arbeitnehmer glücklich werden.

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