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Teambuilding-Sitzung per Farbenanalyse: 7 häufige Fehler

29. August 2017

Angenommen, Sie erhalten als HR- oder Abteilungsleitung von Ihrer Führungskraft den Auftrag, ein Teamtreffen zu organisieren, damit alle mehr Einblick in die Persönlichkeit, die Stärken und die Schwächen der anderen bekommen. Die Folge davon wiederum: Sie können effizienter und wirksamer miteinander kommunizieren, wodurch sich die Zusammenarbeit verbessert. Beim Erhalt dieses Auftrags denken Sie schnell: Für welche Farbanalyse entscheide ich mich? Denn der Einsatz von Farben ist nicht nur ansprechend, er sorgt auch für eine unmittelbare Anwendbarkeit in der Praxis.

Die nächste Frage lautet: Mit welcher Organisation arbeiten Sie am besten zusammen? Antwort: Ein Teamtreffen hat die größten Erfolgsaussichten, wenn Sie aus den häufigsten Fehlern im Auswahlprozess lernen.

Fehler 1: keine klare Zielsetzung

Ich erhalte regelmäßig Anfragen für Teamtreffen, bei denen nicht klar ist, was am Ende herauskommen soll. Wichtig ist, dass die verantwortliche Person für das Treffen vorab sehr klar vor Augen hat, worin die Ziele bestehen. Ein guter Partner ist in der Lage, gemeinsam mit dieser Person konkrete Ziele zu formulieren und sie wo nötig zu schärfen.

Fehler 2: glauben, alle Farbanalysen seien gleich

Es sind zahlreiche Farbanalysen im Umlauf. So gibt es Analysen, die sich stärker auf das Verhalten einer Person richten, andere geben vor allem Einblick in die tieferen Antriebe von Menschen. Eine Verhaltensmessung ist eine Momentaufnahme und umfeldabhängig. (Zu Hause verhalten Sie sich zum Beispiel anders als bei der Arbeit.) Eine Antriebsanalyse ist über die Zeit stabiler und zeigt, ’warum Menschen die Dinge so tun, wie sie sie tun’. Manche Anbieter arbeiten mit 4 Farben, andere nutzen 6 oder sogar 7 Farben. Häufig gilt hier die Faustregel: Je mehr Variablen, desto genauer die Ausarbeitung eines persönlichen Profils.

Fehler 3: nicht wissen, wer den Workshop leitet

Lernen Sie die Person, die den Workshop leitet, vorab persönlich kennen. Wichtige Fragen dabei: Stimmt die Chemie mit der trainierenden Person? Kann sie den Workshop auf dem Niveau der Zielgruppe durchführen? Und: Verfügt sie neben dem nötigen theoretischen Wissen über die erforderliche Praxiserfahrung? Die richtige trainierende Person kann auch konkrete Referenzen vorlegen. Ein kurzer Blick auf ihr LinkedIn-Profil vermittelt oft schon einen klaren ersten Eindruck.

Fehler 4: keine Zeit in die Vorbereitung stecken

Eine gute Vorbereitung ist wesentlich, um das Teamtreffen zum Erfolg zu machen. Neben der Abstimmung der zuvor genannten Ziele ist es für eine trainierende Person wichtig, vorab zu wissen, was in einem Team los ist. Die richtige Person hilft Ihnen, die Teilnehmenden neugierig und begeistert zu machen. Einfach eine Mail mit einer kurzen Ankündigung des Treffens und der Bitte zu verschicken, kurz einen Fragebogen auszufüllen, geht gar nicht. Das klingt alles sehr folgerichtig, doch in der Praxis begegnet mir diese uninspirierte Vorgehensweise regelmäßig.

Fehler 5: mit unzuverlässigen Ergebnissen arbeiten

Ein guter Fragebogen enthält einen Indikator. Er lässt die ’Alarmglocken’ läuten, wenn eine teilnehmende Person den Fragebogen aus welchem Grund auch immer nicht korrekt ausgefüllt hat. Fragen Sie konkret, ob der Anbieter, für den Sie sich entscheiden wollen, dies vorsieht. So vermeiden Sie, mit Daten zu arbeiten, die ein unzureichend verlässliches Bild einer Person ergeben.

Fehler 6: die günstigste trainierende Person beauftragen

Es gab noch nie eine herzkranke Person, die nach der günstigsten Herzoperation gefragt hat. Die Investition in die Farbanalyse selbst ist oft nicht so hoch. Eine Person, die Ihr Team tatsächlich in Bewegung bringt, macht den Unterschied. Wenn die Investition in sie zunächst hoch erscheint, schauen Sie darauf, was sie Ihnen einbringt. Voraussetzung ist allerdings, dass diese Person viele Stunden in die Vorbereitung eines Workshops investiert hat, um den Teilnehmenden ein Erlebnis auf Niveau bieten zu können (siehe Fehler 4).

Fehler 7: sich zu früh für eine Farbanalyse entscheiden

Farbanalysen, die ein klares Bild der einzelnen Persönlichkeiten in einem Team geben, sind ein perfektes Instrument, um das Verständnis füreinander zu vergrößern und besser miteinander zu kommunizieren. Es sind Situationen denkbar, in denen eine Farbanalyse noch nicht wünschenswert ist. Das gilt zum Beispiel dann, wenn Mitarbeitende glauben, die Ergebnisse einer Workshopteilnahme könnten innerhalb der eigenen Organisation gegen sie verwendet werden. Fehlt dieses Vertrauen, muss zuerst daran gearbeitet werden.

Wenn Sie als HR- oder Abteilungsleitung diese 7 häufigen Fehler beachten, haben Sie eine ausgezeichnete Grundlage, um Ihr Teamtreffen zum Erfolg zu machen. 

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