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Wie Sie verhindern, dass Sie vollständig ausbrennen

5. März 2026

Bei Burn-out denken wir oft an übervolle Kalender, endlose Besprechungen und Postfächer, die schneller explodieren als Popcorn in der Mikrowelle. Das ändert nichts daran, dass die Arbeitsbelastung durchaus eine Rolle spielt. Andererseits gibt es Menschen, die Sechzig-Stunden-Wochen absolvieren, ohne mit der Wimper zu zucken. Wie kann das sein?

Zu lange auf eine Weise arbeiten, die nicht zu Ihnen passt
Bei Burn-out geht es selten um zu viel Arbeit. Worum es sehr wohl geht: zu lange auf eine Weise zu arbeiten, die nicht zu Ihnen passt. Angenommen, Sie brauchen von Natur aus Struktur und Klarheit. Zugleich arbeiten Sie in einer Organisation, deren inoffizielles Motto lautet: Wir sehen schon, wohin es führt. Ein anderes Beispiel: Sie suchen stets Verbindung und Harmonie. Doch Sie gehören zu einem Arbeitsumfeld, in dem Wettbewerb und Ellenbogeneinsatz als gesunder Sport gelten.

Schwimmen mit angezogenen Kleidern
Noch ein Beispiel: Sie setzen voll auf Ergebnisse und Fortschritt, während jeder Vorschlag erst sechs Abstimmungsebenen, drei Ausschüsse und eine Steuerungsgruppe durchlaufen muss, bevor eine Entscheidung fällt. Natürlich können Sie sich anpassen. Das tun wir alle. Nur: Anpassen kostet Energie. Und sich dauerhaft anzupassen, ohne dass es zu einem passt, fühlt sich an wie Schwimmen mit angezogenen Kleidern.

Das Dreieck, das alles bestimmt
Burn-out entsteht durch ein Missverhältnis zwischen drei Dingen:

  1. Antriebe: Was motiviert Sie von Natur aus? Was gibt Ihnen Energie? Ist das zum Beispiel Struktur, Harmonie oder Kreativität?
  2. Verhalten: Müssen Sie Entscheidungen durchsetzen, obwohl Sie Dinge lieber gemeinsam abstimmen? Müssen Sie improvisieren, obwohl Sie gerade Klarheit suchen? Solange Ihr Verhalten zu Ihren Antrieben passt, verbrauchen Sie verhältnismäßig wenig Energie, weil Sie nichts ausgleichen müssen.
  3. Umfeld: Ist Ihre Arbeitskultur wettbewerbsorientiert oder hierarchisch? Oder eher menschenorientiert oder prozedural? Und vor allem: Passt diese Kultur überhaupt zu Ihnen? Kollidiert sie mit Ihren dominanten Antrieben, entsteht Reibung.

Sind Antriebe, Verhalten und Umfeld im Gleichgewicht, entsteht Flow. Dann gibt Ihnen das, was Sie tun, Energie.

Dann gehen Sie vielleicht müde nach Hause, aber Sie sind nicht ausgebrannt. Fehlt dieses Gleichgewicht dauerhaft, entsteht chronischer Stress. Und Stress, der Monate oder vielleicht Jahre anhält, summiert sich. Bis Kopf und Körper sagen: bis hierher und nicht weiter.

Fazit: Lernen Sie Ihre Antriebe kennen
Burn-out entsteht, weil Sie zu lange in einem Umfeld gearbeitet haben, das nicht zu dem passt, wer Sie von Natur aus sind. Möchten Sie dauerhaft leistungsfähig bleiben und einen neuen Burn-out vermeiden? Dann stellen Sie sich die entscheidende Frage: Passt das, was ich täglich tue, zu dem, was mich wirklich antreibt? Denn wenn Ihre Arbeit im Einklang mit Ihren Antrieben steht, fühlt sich Anstrengung nicht wie Raubbau an. Dann fühlt sie sich nach Sinn an. Und Sinn gibt Energie. Sogar am Montagmorgen.

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