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Ein Kompliment für den Mitarbeiter, der die meisten Fehler macht

15. Dezember 2022

Ein Kompliment für die Person, die die meisten Fehler macht

’Move fast and break things’ war jahrelang das interne Motto von Facebook. Warum ermutigte diese Organisation ihre Mitarbeitenden, schnell loszulegen, ohne Angst vor Fehlern haben zu müssen? Weil man auf diese Weise schneller lernt und die Wahrscheinlichkeit von Innovation steigt. Die Abbildung unten zeigt es deutlich: Man kann bis in alle Ewigkeit in der Theorie verharren. Daraus lernt man kaum etwas. Praxisnahes Arbeiten bringt schon etwas mehr. Doch erst wenn man Fehler machen darf und sich traut, sie zu machen, wächst das Wissen über ein Thema wirklich an.

Aus Fehlern lernen

Um neues Wissen und neue Erkenntnisse zu gewinnen, sind Fehler also der Ausgangspunkt. Dabei sollen Sie natürlich tatsächlich aus diesen Fehlern lernen, um Schritte nach vorn machen zu können. Oder umgekehrt: Führen Sie nicht leichtfertig allerlei Experimente durch und machen Sie nicht immer wieder denselben Fehler.

Mitarbeitende fühlen sich ’dumm’

Facebook durchbrach mit seinem Motto die in vielen Organisationen vorherrschende Kultur, vor allem keine Fehler zu machen. Mit dem zusätzlichen negativen Effekt, dass Mitarbeitende sich ’dumm’ fühlen, wenn sie einmal aus der Kurve fliegen. Und, schlimmer noch, dass sie dadurch ein Schamgefühl entwickeln, das ihrer weiteren Leistung und der der gesamten Organisation erheblich schadet.

Schützen Sie Ihre Mitarbeitenden

Schaffen Sie als Führungskraft daher ein sicheres Arbeitsumfeld, indem Sie Mitarbeitende schützen, die Fehler machen. Sprechen Sie untereinander auch über diese Fehler, wie klein oder groß sie auch sein mögen. So lernen die Beteiligten, nicht nur gemeinsam Erfolge zu feiern, sondern auch gemeinsam die Hindernisse auf dem Weg zu ebendiesem Erfolg zu überwinden.

Ein Kompliment. Warum nicht?

Sie können sogar erwägen, derjenigen Person ein Kompliment zu machen, die die meisten unbeabsichtigten Fehler macht. Warum nicht? Denn das ist die Person, die am meisten gelernt hat.

Die MyDrives-Farben und die erste natürliche Reaktion auf einen Fehler

Wenn Sie ein klares Bild vom Farbprofil Ihrer Teammitglieder haben, können Sie optimal nutzen, wie diese über Fehler denken.

-> Türkis kann einen Fehler gut relativieren.

-> Gelb will verstehen, wie ein Fehler entstanden ist.

-> Grün wird nervös und fühlt sich den Kolleginnen und Kollegen gegenüber schlecht.

-> Orange hofft, dass niemand den Fehler bemerkt.

-> Blau ist selbstkritisch und ergründet bis ins Detail, wo es schiefgegangen ist.

-> Rot gibt nicht so schnell zu, dass überhaupt ein Fehler gemacht wurde.

-> Violett hofft, dass das Team nachsichtig ist.

Zusammengefasst

Geben Sie Mitarbeitenden den Raum, Fehler zu machen, daraus zu lernen und zu wachsen. Dann sind Sie als Organisation auf einem guten Weg.

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