Neulich erzählte ich einem Kunden und einem Kollegen, dass ich in diesem Urlaub zwischendurch ein wenig weiterarbeite, um die neue MyDrives-App fertigzustellen. Beide reagierten gleich: Mach das nicht, genieße deinen Urlaub, denk an dich selbst. Und die ehrliche Geschichte: Ich freue mich darauf, und es fällt mir überhaupt nicht schwer.
Diese Sorge ist berechtigt. Meistens.
Ich verstehe die Reaktion gut. Für viele Menschen ist Arbeit etwas, wovon man sich erholen muss, und wer kurz vor einem Burn-out steht, sollte wirklich nicht „ein wenig weiterarbeiten“. Dann ist denk an dich selbst der beste Rat, den es gibt.
Aber unter dieser Warnung liegt eine Annahme: Arbeit kostet Energie, Urlaub gibt Energie.
Diese Annahme stimmt nicht für alle. Mir gibt dieses Projekt Energie. Nicht alles, was ich tue, wirklich nicht. Aber das hier schon.
Woher wissen Sie, auf welcher Seite Sie stehen?
Hobby, Arbeit, Leidenschaft
Etwas, das Sie sehr gerne tun, das aber nichts einbringt, nennen wir ein Hobby.
Etwas, das Sie tun, weil es ein Gehalt einbringt, nennen wir Arbeit.
Aber Arbeit, die Sie auch dann tun würden, wenn sie nichts einbrächte? Das ist Leidenschaft.
Von außen sieht man den Unterschied nicht. Er liegt darunter.
Und das Schöne: Sie brauchen kein Assessment, um zu wissen, wo Ihre Arbeit steht. Ihr Urlaub sagt es Ihnen. Dort fällt das Müssen weg, und was Sie dann trotzdem weiter tun, oder was Ihnen fehlt, das tun Sie von Natur aus.
Das ist der Urlaubstest. Kein Fragebogen, sondern zwei Wochen Abstand.
Was Ihnen fehlt, verrät, wer Sie sind
Verhalten sieht man. Antriebe nicht. Zwei Menschen arbeiten im Urlaub weiter: Der eine kann nicht loslassen, dem anderen gibt das Projekt Energie. Zwei Menschen klappen den Laptop zu: Der eine lädt auf, dem anderen graut es jeden Tag ein bisschen mehr vor dem Montag.
Die Frage ist also nicht, ob Sie im Urlaub weiterarbeiten. Die Frage ist, was der Abstand sichtbar macht.
Was fehlt Ihnen, jetzt, wo nichts sein muss? Dem einen fehlt das Bauen, dem anderen die Menschen, wieder einem anderen das Tüfteln und das Organisieren. Das sind keine Zufälle. Das sind Muster, und unter diesen Mustern liegen Antriebe.
Und was Ihnen nicht fehlt, ist genauso wertvoll. Wenn Ihnen vor dem ersten Arbeitstag graut, ist das keine Schwäche, es ist Information.
Übrigens: Wer im Urlaub alles loslässt, hat keine kleinere Leidenschaft. Manche Menschen laden von Natur aus auf, indem sie ganz abschalten. Der Test handelt nicht vom Weiterarbeiten, sondern vom Wahrnehmen: Was geschieht mit Ihnen, wenn nichts sein muss?
Der Test, für Sie selbst und für Ihre Menschen
Fahren Sie selbst noch weg? Nehmen Sie eine Frage mit: Würde ich diese Arbeit auch tun, wenn sie nichts einbrächte? Sie müssen nichts entscheiden. Nur wahrnehmen, was die Antwort mit Ihnen macht.
Arbeiten Sie in HR oder begleiten Sie Menschen als Coach? Dann ist der September Ihr Moment. Alle kommen mit zwei Wochen Abstand zurück, und manche haben auf dem Campingplatz still etwas beschlossen. Fragen Sie im ersten Gespräch nicht nur, wie der Urlaub war. Fragen Sie, was jemand vermisst hat. Und was nicht.
Diese Antworten sind kein Urteil, sondern Information. Wer nichts vermisst hat, verdient ein echtes Gespräch statt eines Formulars. So wird der September kein Risikomonat, sondern der ehrlichste Messmoment des Jahres.
Der Urlaubstest in Kürze
- Ein Hobby tun Sie gerne, auch wenn es nichts einbringt.
- Arbeit tun Sie, weil sie etwas einbringt.
- Leidenschaft ist Arbeit, die Sie auch dann tun würden, wenn sie nichts einbrächte.
- Der Test: Nehmen Sie im Urlaub wahr, was Ihnen fehlt und wovor Ihnen graut. Das sind Ihre Antriebe.
- Für HR und Coaches: Fragen Sie im September nicht, wie der Urlaub war, sondern was jemand vermisst hat. Und was nicht.
Und der Kunde und der Kollege? Sie behalten einfach recht: Ich werde wirklich am Strand liegen. Aber die paar Stunden an der App? Das ist genau das, was sie mir gewünscht haben: an mich selbst denken.
Möchten Sie wissen, was bei Ihnen unter der Wasserlinie liegt? Der kostenlose Miniscan gibt Ihnen in fünf Minuten ein erstes Bild Ihrer Antriebe. Und wenn Sie damit vor September mit Ihrem Team oder Ihrer Organisation arbeiten möchten, vereinbaren Sie ein Kennenlerngespräch. Wir denken mit Ihnen mit.
Schönen Urlaub. Und achten Sie ein wenig darauf, was Ihnen fehlt.
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